Selbsternannte Tugend- und Sittenwächter schreiben uns vor, wer was wie sagen darf. Ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe darf nicht mehr Neger genannt werden (obwohl der Begriff von nigre lat. für schwarz kommt), Zigeuner müssen „Roma und Sinti“ heißen (dabei ist dies auch inhaltlich schon falsch: es gibt noch weit mehr Stämme z.B. die Lowara, die Kalderasch…. Und selbstverständlich verwahrt sich jeder von Ihnen, mit den anderen in einen Topf geworfen zu werden!)
Migranten mutieren zu „Menschen mit Migrationshintergrund“. „Gutmenschen“ schreiben uns vor, was beleidigend und herabsetzend ist und was rein und richtig ist. Das reicht bis ins Lächerliche und Groteske; in „Pipi Langstrumpf“ wird aus dem „Negerkönig“ ein „Südseekönig“ usw. usf.
 
Ihren Höhepunkt findet die „PC“ dann in Vorschriften zur Verschleierung von unbequemen Tatsachen. So heißt es beispielsweise im „Pressekodex“:

„In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“
Ähnliche Vorschriften der Polizeiberichterstattung sollen ebenso verhindern, dass unbequeme Zusammenhänge erkannt werden können.

Als würde man mit der Begriffsänderung auch die Realität verändern. Vorurteile sind die Bedingung für Urteile. Es ist ein Ammenmärchen, zu glauben, dass es Menschen ohne Vorurteile überhaupt geben kann. Allerdings können Menschen, denen das bewusst ist ihre Vorurteile an der Realität überprüfen und somit zu Urteilen kommen, die möglicherweise dem „was ist“ angemessener sind.

Tatsächlich aber ist diese Begriffstabuisierung der Versuch, die ideologische Meinungsführerschaft zu erlangen und Denkverbote über diesen Weg durchzusetzen. Denkverbote wollen Herrschaft zementieren und Veränderungen verhindern. Und dabei ist es gleichgültig, ob diese möglichen Veränderungen unserem Deutschland gut tun würden oder nicht.
 
Der mündige Leser, Hörer oder Fernsehzuschauer, schlicht der mündige Bürger denkt selber und bildet sich ein Urteil. Wir verwahren uns gegen den Gesinnungs- und Bevormundungsstaat!