AfD im Wahlkampf

Wahlkampf heute – Was müssen wir tun um in Hessen zu gewinnen?

Wahlkampf ist schwierig – das ist nichts Neues. Alle Wahlkämpfer haben diese, manchmal frustrierende und entmutigende Erfahrung gemacht. Wer kennt sie nicht, die scheinbar fruchtlosen Debatten an Infoständen?

Dabei meine ich noch nicht einmal die von vorneherein aussichtslosen, mit linken oder grünen Ideologen, sondern die mit „normalen“ Bürgern geführten Gespräche.

Menschen, denen wir die Realität der offenen Grenzen mit ihrer explodierenden Kriminalität, mit der völligen Überdehnung des Sozialstaates, mit der offenen muslimischen Feindschaft gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung vor Augen führten. Vom Eurowahnsinn ganz zu schweigen, wer kann schon etwas mit ca. 852 Mrd. € Außenständen über Target–Salden anfangen, die Deutschland nie wiedersehen wird, während gleichzeitig unsere Kinder in der Schule nicht mehr auf die verdreckten Toiletten gehen können oder alte hilfebedürftige Menschen in Pflegeheimen sechs Stunden in ihrer Exkrementen liegen?

Seien wir ehrlich, wie viele von den Menschen, mit denen wir diskutierten haben, haben dann wegen unserer Argumentation auch die AfD gewählt? Wenige!

Was müssen wir tun? Was können wir tun, vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass wir es mit “zeitgeistaffinnen Wechselwählern” (Heiner Hofsommer: Über politische Professionalität ) zu tun haben, die gerne den Mainstreampfaden anstatt Argumenten folgen?

Ich sage das ohne jede Überhebung, denn vermutlich haben die meisten von uns früher mal die Merkel–CDU gewählt und sogar Schlimmeres. Auch wir AfDler sind nicht die besseren Menschen und wir wollen auch keinen „neuen“ Menschen.

Wir wollen und müssen mit den Menschen leben und Politik gestalten, wie sie nun mal sind.

Für mich folgt daraus, dass wir das System der rationalen Argumentation bewusst erweitern müssen. Das ist natürlich keine neue Erkenntnis, aber haben wir das tatsächlich verinnerlicht und nutzen wir diese Erkenntnis genügend?

Dazu gehört:

  1. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen, bei denen wir die AfD präsentieren können, völlig unabhängig davon, ob dort eine aus unserer Sicht fruchtbare und konstruktive Debatte stattfindet oder nicht.
  2. Die möglichst permanente visuelle Anwesenheit der AfD in der öffentlichen Wahrnehmung z. B. durch Werbung mit Autos, die eine temporäre Folie erhalten, auf elektronischen Plakatwänden und mit der Verteilung von Flyern an die Haushalte.
  3. Die Nutzung des einzigen politischen Boulevard–Blattes, welche unsere grundsätzliche politische Haltung deutlich macht, des „Deutschland–Kuriers“.
  4. Wir sollten mehr „indirekte“ Werbung für die AfD machen. Gibt es Mitglieder oder Sympathisanten der Partei in Hessen, die Hobbies haben oder über Fähigkeiten verfügen, die ein öffentliches Interesse vermuten lassen z. B. Sport, Reisen, Unterhaltung, Abenteuer?

Dieser Beitrag kann keine erschöpfende Gesamtsicht auf das Thema unserer Landtagswahl im kommenden Herbst 2018 sein, aber ich will ihn als richtungsgebenden Hinweis zum Weiterdenken verstanden wissen.

Bernd Reichert, 5.11.2017

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