Antifa stört Infostand am 11.3.2017

Heute, am 11.3.2017 hatten wir wieder einmal einen Infostand in Aachen am Hotmannspief aufgebaut. Da viele unserer üblichen Aktivisten entweder auf der Wahlversammlung für die Bundestagsliste oder anderweitig verhindert sind, mussten Roger Lebien (Direktkandidat AC I) und ich (Bernd Reichert, Direktkandidat AC II) den Infostand alleine betreiben.

Um 10:30 Uhr waren wir auf Betriebstemperatur, die uns schützenden beiden Polizeibeamten hatten mit uns Kontakt aufgenommen und dann im Streifenwagen auf der gegenüberliegenden Straßenseite Platz genommen.

Leider war nicht viel los, aber das sollte sich bald ändern. Gegen 11:45 Uhr tauchten Sie dann auf: ca. 12-15 Antifa-Jungaktivisten etwa im Alter zwischen 15 und 20 Jahren. Wie man sie kennt: ungepflegt, gepirct, mit kaputten Strumpfhosen und ohne Manieren. Und natürlich ohne Argumente („mit Dir Rassisten rede ich nicht“).

Sie deckten unseren Stand dann ca. 2 m von uns entfernt mit einem großen weißen Laken ab und bildeten einen Halbkreis um uns.

Wir sollten so daran gehindert werden, unserem Recht auf freie Meinungsäußerung nach zu kommen. Glücklicherweise waren die Polizeibeamten aber auf Zack. Sie kamen zu uns und forderten die Antifanten auf, mindestens 10 m Abstand von uns zu wahren.

Dieser Aufforderung wollten sie nicht nachkommen. Wohl deshalb wurde ein zweiter Streifenwagen mit weiteren 2 Polizeibeamten angefordert. Letztlich setze die Polizei dann ihre Anweisung durch.

So konnten wir zunächst einigermaßen ungestört weiter „agitieren“. Es dauert aber nicht lange, dann rückten sie wieder näher an uns ran. Die Polizei hatte die undankbare Aufgabe, uns diese Demokratiefeinde erneut vom Leib zu halten.

Wir haben die armen Verirrten dann ganz freundlich mit AfD-Klümpchen versorgt, die diese auch dutzendweise (Hunger?) verschlangen. Da das Gehirn ja viel Energie braucht, hätte dies ja – so unsere Hoffnung – zu einer verbesserten Gehirnleistung führen können. Leider konnten wir das aber nicht beobachten.

Zum Schluss drang ein verwahrlost aussehendes Mädchen in unseren Infostand ein und versuchte ca. 10 Kugelschreiber zu stehlen, was aber mit Polizeihilfe misslang. Also auch hier hatten die Klümpchen leider nicht die erhoffte Wirkung entfaltet.
(AfD-Shop: da musst Du noch einmal ran. Eventl. AfD-Traubenzucker statt Klümpchen? Na ist ja nur so ein Gedanke…)

Insgesamt war dies für mich eine deprimierende Erfahrung. Ich stehe fassungslos vor der Tatsache, dass in Demokratie und Wohlstand aufgewachsene Kinder eines unserer höchsten Güter, die Rede- und Meinungsfreiheit, mit Methoden zu unterdrücken versucht, wie man sie eigentlich nur in Diktaturen erwarten würde. Was ist aus den hehren Idealen der Aufklärung und der Demokratie inzwischen geworden?
Beamte trauen sich aus Angst vor Repressalien nicht mehr Unterstützerformulare zu unterzeichnen. Bürger haben Angst, sich zur AfD zu bekennen, Kinder und Jugendliche üben sich im Terrorisieren von Andersdenkenden.

Aber es gab auch positive Momente. Zuspruch und Dank von einigen für unser Eintreten und unsere Zivilcourage. Das macht Mut. Und immerhin jeweils 5 Unterstützerformulare für Roger und die Landesliste sind auch „rausgesprungen“. Nicht genug, aber immerhin ein Mutmacher.

Bernd Reichert, 11.3.2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.